Logo Aya Thekla


Der spätantike Wallfahrtsort Meryemlik (= Marienort) oder Ayatekla liegt an der Strasse Richtung Anamur. Verehrt wurde dort die Höhle der hl. Thekla, die noch von Apostel Paulus höchstselbst bekehrt worden sein soll; heute pilgert ironischerweise die muslimische Bevölkerung der nahen und weiten Umgebung zu dieser Stätte.

Schon im 2. Jh. baute man die Wohngrotte der Einsiedlerin, in der sie, um ihren Verfolgern zu entgehen wundersam im Erdboden verschwunden sein soll, zu einer Höhlenkirche aus. Ein regelrechtes Martyrion, zu dem Christen aus Italien und Palästina pilgerten, entstand im 4. Jh. Zu dieser Zeit wurde die 80 m lange, dreischiffige Thekla-Basilika errichtet, von der heute nur noch eine (riesige) Apsis steht. Die grosse Zisterne wurde in der Spätantike mit Ziegelsteinen aus einem römischen Säulenbauwerk unbekannter Funktion aufgemauert. Hinter ihr erstrecken sich die Fundamente einer von Kaiser Zenon im 5. Jh. gestifteten Kuppelkirche, die als eine der frühesten der byzantinischen Sakralarchitektur gilt.