
Die gesamte Region wurde nach dieser Burg benannt, eine Touristenattraktion,
die leicht mit Booten zu erreichen ist.
Die Mädchenburg befindet sich auf einer kleinen Insel in der Einfahrt
zum alten Hafen. Auf den Mauern befinden sich Wachttürme, und ein Gang
auf der linken Seite. Im Inneren der Burg gibt es eine Zisterne und eine
Byzantinische Kapelle.
Unter den Römern und in byzantinischer Zeit war Kizkalesi / Korykos eine ausgedehnte
Stadt und ein wichtiger Stützpunkt des römischen, bzw. spätantiken Handelsverkehrs.
Anfang des 12. Jahrhunderts liess der byzanthinische Feldherr Eustathios die Landburg direkt an der
Küste ausbauen und vor dem Hafen eine zweite Festung anlegen. Keine 100 Jahre später fiel
das mächtige Bollwerk jedoch an das kleinarmenische Königreich unter Hethum I. (1226-1269).
Neben Alanya blieb Korykos als einziges Kastell entlang der Südküste militärisch unbesiegt.
Die Landburg mit einem doppelten Mauerkranz betritt man heute durch eine Bresche im westlichen
Wall, direkt vor einem Tor der älteren römischen Stadtmauer. Im Inneren sind Reste von drei
Kapellen sowie einem Palast in der Nordostecke auszumachen. Dieses fast gänzlich zerstörte
Wohngebäude wurde von allein deri der insgesamt zwölf Bastionen des inneren, stark mit
Spolien durchsetzten Mauerrings geschützt. Dahinter liegt ein tiefer Graben, den man am besten
entlang der seeseitigen Wälle erreicht. Dort stösst man auf das Haupttor mit dem Wappen des
kleinarmenischen Burgherren.
Von der Südwestecke des äusseren Walls führte eine
Rampe direkt zum Meer - wohl als Verbindungsweg zur Seeburg. Seine einsame Monumentalität unterstreicht
eindrucksvoll jene Sage, nach der hier in der 'Mädchenburg', türkisch Kizkalesi, eine Königstochter
zu ihrer Sicherheit gehütet worden sei, bis ihr so sehr besorgter Vater dann einen Obstkorb sandte, in dessen
Tiefen sich unbemerkt eine giftige Schlange verbarg ...
Von der Stadt Korykos blieb die Nekropole gegenüber
der Landburg erhalten, dort auch ain schönes Felsrelief. Wer hier durch die Obstgärten den Hang emporsteigt,
gelangt zur Via Sacra, an der zahlreiche Sarkophage liegen. Die antike Nekropolenstrasse endet beim durch eine Stück
der alten Stadtmauer geschützten Tal, auf dessen anderer Hangseite sich zwei recht eindrucksvolle Kirchenruinen
erheben.
Zu den sehenswerten Felsreliefs Adamkayalar folgt man der Schotterstrasse, die hinter dem PTT-Büro
abzweigt. Nach 7 km weist ein handgemaltes Schild die Richtung (SSW) zum Seyhan Deresi (Teufelstal). Ziemlich genau vor
einem hellenistischen Wachtturm beginnt der Einstieg in eine steile Wand. Beim ersten Plateus halte man sich nach rechts.
Die Grabreliefs in den Felswänden sind fast lebensgross; von hier hat man eine schöne Aussicht auf die
Mädchenburg.
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