
Die antike Doppelstadt Olba und Diokaisarea liegt 26 km nördlich von Silifke auf 1100 m
Höhe in einer sehr reizvollen Gebirgslandschaft.
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Auf ausgeschilderter Asphaltstrasse erreicht man zunächst das Dorf Demircili mit einigen
prächtigen Tempelgräbern reicher Bürger von Seleukia aus römischer Zeit. |
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Nach weiteren 14 km zweigt rechts eine steile Piste in Dorf Uzuncaburc ab, das sich heute zwischen
den antiken Ruinen von Diokaisarea ausbreitet. Gegründet unter Seleukos I. Nikator war Diokaisarea
seit dem 3. Jh. v.Chr. ein Heiligtum des Zeus Olbios, dessen Kult wohl aus der Verschmelzung
griechischer und lokaler anatolischer Traditionen hervorging und unter Kontrolle der Priesterdynastie
der Teukriden aus dem nahen Olba (heute Ura) stand. Unter Kaiser Tiberius (14 - 37 AD) wurde die
Herrschaft der Teukriden anerkannt, unter Vespasian (69 - 79) erhielt das Heiligtum eigene Stadtrechte
und wurde Zentrum des kleinasiatischen Kaiserkults und als solches auch von den folgenden Imperatoren
mit reichen Stiftungen bedacht.

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Beim Parkplatz nahe der nach Süden geöffneten Theater-Cavea, die ca. 3000 Zuschauer fasste,
markiert ein Portikus aus fünf korinthischen Säulen den Beginn der Hauptkolonnadenstrasse.
Das Nymphaion rechts dieser Achse wurde ¨ber eine Entfernung von 15 km mit Wasser vom Lamas-Fluss
versorgt. Die Strasse führt zum grossen Tempel des Zeus Olbios aus dem 2. Jh. v.Chr. Nicht nur
die Umfassungsmauern des Temenos, auch 30 Säulen (vier davon noch mit korinthischen Kapitellen
gekrönt) stehen unversehrt aufrecht. In der christlichen Spätantike wurde der Bau in eine
Basilika umgewandelt, von der noch das Eingangsportal erkennbar ist. Anschliessend kreuzt man eine
zweite von Säulenbasen flankierte Strasse und stösst auf den Tyche-Tempel mit fünf
Monolithsäulen und einer nahezu unversehrten Cella. Nach Norden endet die Querstrasse bei
einem dreibogigen Stadttor. |
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Am nördlichen Ortsende liegt ein gut 22 m hoher, fünfstöckiger Turm, der Anfang des
2. Jh. unter dem Priester Teukros, dem Gründer der Teukriden-Dynastie, erbaut wurde. Seine
wuchtige Imposanz erschliesst sich jedoch erst im Inneren, in das man durch eine Mauerlücke
von der Südseite gelangt.
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Auf schlechter Strasse erreicht man beim Dorf Ura das antike Olba, wo neben Sarkophagen vor allem
ein Nymphaion am Westhang der Akropolis und ein hoher Aquädukt im Nordosten erhalten blieben.
Beide stammen aus der Zeit des Kaisers Septimius Severus (193 - 211 AD). |
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